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Im Jahre 1857 wird in Preußen eine neue Kleiderordnung erlassen.
Sie betrifft vor allem die oberen Beamten, verändert aber die Form
und Farbe der bisherigen Uniform nur unwesentlich: Alle tragen die gleiche
Tracht, die Rangunterschiede sind lediglich an den Goldstickereien des
Kragens erkennbar. Fransen aus schwarzer Seide oder Kamelhaar lösen
die bisherigen Goldfransen ab. Kragen und Ärmelaufschläge sind
aus schwarzem Samt. Der preußische Adler am Tschako hat das Bergbauemblem
verdrängt. Eine goldene Borde schmückt den Tschako, der auf
der linken Seite einen durch die preußische Kokarde gehaltenen schwarz-
weißen Federbusch trägt. Das mit schwarzer Seide gefütterte
Fahrleder fehlt auch an der neuen Uniform nicht.
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